2016

 

werkschau thurgau 16

Die jurierte Werkschau Thurgau 16 findet dieses Jahr zum zweiten Mal statt und zeigt Arbeiten von 71 Künstlerinnen, Künstlern und Kollektiven mit Thurgaubezug. An sieben verschiedenen Ausstellungsorten im Kanton leistet sie eine kritische Bestandsaufnahme und offnbart die Vielfalt des künstlerischen Schaffens aus der Region. 
 
Im Shed zeigen 

Lorenza Diaz, Othmar Eder, Co Gründler, Susanne Hefti, huber.huber, Lika Nüssli, Olga Titus und Herbert Weber

ihre Arbeiten.

Ausstellungszeit im Shed: 19. Nov. bis 11. Dez. 2016

 

meer teilen: share more

Ein internationales Kunst- und Kulturprojekt, das den Bogen von Frauenfeld über Zagreb bis nach Bogota und Lima spannt.

Das Projekt Meer teilen: share more ist inspiriert von der Sumak-Kawsay-Kultur der Völker in den südamerikanischen Anden. Diese Kultur zeichnete sich durch einen ausgeprägten zwischenmenschlichen Austausch, einen respektvollen Umgang mit der Natur sowie einem harmonischen Gleichgewicht zwischen materiellen und spirituellen Aspekten aus. Die Praxis des Sumak Kawsay wurde als buen vivir ins Spanische übersetzt.

Zum buen vivir, dem „guten Leben“ gehörte es, einen Beitrag an die Gesellschaft zu leisten und andere zu unterstützen. Buen vivir war eine spirituelle Kultur, die stark an die eigenen Qualitäten glaubte, dem entsprechend handelte und dabei wenig flexibel war. Als vor 500 Jahren die Konquistadoren, respektive die europäischen Kapitalisten die der Gesellschaft zugrunde liegenden Strukturen des Sumak Kawsay zerstörten, war es der indigenen Bevölkerung der Anden nicht möglich, ihre Lebensweise und ihre Beziehung zur Umwelt den kapitalistischen Massstäben anzupassen. Sie waren ihnen fremd.

 Die zeitgenössische Übersetzung des buen vivir - Gedankens beinhaltet eine kritische Auseinan- dersetzung mit den Grundsätzen des Kapitalismus, ohne diesen komplett abzulehnen. Die Priorität liegt auf dem Engagement für die Gemeinschaft sowie einem respektvollen Umgang mit der Umwelt.

Die beteiligten Kunstschaffenden:

steffenschöni, Petra Mrsa, Eliana Otta, Julian Santana, Carlos Leon-Xjimenez, Fernando Pertuz, Bildstein/Glatz, Sylvia Jaimes, Christians Luna, Bojan Mucko, Esneider Gamboa, Christian Alarcon Ismodes, Reto R. Müller, Gonzalo Fernandez, Mirjam Wanner, Tea Hatadi.

Das Projekt ist ein Gemeinschaftsprojekt des Kurators Harm Lux mit dem Shed im Eisenwerk, dem Kunstmuseum Thurgau, dem Cinema Luna sowie Partnern in Zagreb, Bogota  und Lima.

Ausstellungszeit im Shed: 14. August bis 7. Oktober 2016

 

tanz mit bruce #7: kulna 23

Die diesjährigen Bruce-Stipendiaten Therese Raschle, Jan Sebesta und Judith Weidmann werden in der Shedhalle einen Schuppen bauen.

'kulna' als tschechischer Begriff für Schuppen spielt mit dem englischen Begriff 'shed' - tatsächlich wird im shed ein bruchstückhafter Schuppen entstehen - teils im 'Do-it-yourself'-Verfahren, teils mit fachmännischer Hilfe gezimmert. 'kulna 23' thematisiert die Umnutzung der Shedhalle, den Wandel von der einstig industriellen zur künstlerischen Produktionsstätte.

Im Schuppen im Schuppen werden Fragen nach Lagerung, Aufbewahrung, Materialanordnung, Arbeitsprozessen und Bewegungsabläufen gestellt - ehemaligen und akutellen. Auch der Frage nach dem geistigen Erbe wird nachgegangen - auf visueller als auch auditiver Ebene. 

 Ausstellungszeit im Shed: 10. Juni bis 8. Juli 2016

 

shedbar: critical moments

Keiner Hat Die Absicht Eine Mauer Zu Bauen

Der shed lädt erstmals die Artists in Residence der Villa Sträuli in Winterthur ein, um eine ShedBar einzurichten. 


Mit ihren eigenen künstlerischen Sprachen werden Zoë Claire Miller (USA/D), Raluca Popa (RO) und Gianni Skaragas (GR) den momentanen, als kritisch empfundenen Augenblick des Wandels thematisieren. Die Erfahrung persönlicher, sozialer und politischer Entwurzelung, der schmale Grad zwischen Empathie und Überleben - flüchtige Momente festgehalten in Texten, Objeketen, Gesichtern, Zeichnungen, Kristallen, Düften.

ShedBar: Samstag, 19. März 2016, ab 19h